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Hinweise zur Übersetzung von Namen ins Chinesische
Ein häufiges Mißverständnis bei der Übertragung europäischer Namen ins
Chinesische besteht in der Annahme, man könne die Buchstaben einzeln in
chinesische Zeichen übersetzen. Das Chinesische kennt kein Alphabet, die
einzelnen Zeichen entsprechen vielmehr Silben, die wiederum eine oder
mehrere Bedeutungen haben können. Daher ist eine direkte Übertragung Buchstabe
für Buchstabe gar nicht möglich.
Gebräuchlich für die Übersetzung hiesiger Namen ins Chinesische sind
die folgenden Methoden:
a) Eine Übersetzung der inhaltlichen Bedeutung eines Namens (also z.B:
Felix => der Glückliche => chinesischer Begriff für Glück). Dies wird
selten gemacht
b) Die phonetische Übersetzung, also die Findung einer chinesischen Silbenkombination,
die der Aussprache des Namens am nächsten kommt. Dies ist die gebräuchliche
Methode, so wird aus Martin "ma ding", aus Anja "an ya" usw.. Es gibt
allerdings im Chinesischen für einzelne Silben verschiedene Zeichen, so
daß man auch hierzu noch eine Auswahl treffen muß.
c) Die Neu-Namensgebung nach chinesischen Prinzipien. Hierbei orientiert
man sich z.B. an Wünschen ("schöne Blume") oder Charaktereigenschaften
("gelehriger Schüler"). Das Ergebnis sind Namen, die für einen Chinesen
nicht als Namen von Ausländern erkennbar sind, allerdings auch nichts
mit dem ursprünglichen europäischen Namen zu tun haben. Diese Methode
ist eigentlich nur dann sinnvoll, wenn die betreffende Person eine dauerhafte
Beziehung zu China hat, dort viele Jahre lebt oder ähnliches.
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